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Prüfer bescheinigen Medizinischem Versorgungszentrum am CaritasKlinikum Saarbrücken, St. Theresia (MVZ) sehr gute Arbeit

Erfolgreiche Rezertifizierung des MVZ

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Privatdozentin Dr. med. Judith Harrer-Haag neue Fachärztin für Neurologie am MVZ

08.03.2010

Zur Ultraschallspezialistin kommen auch die Kopfschmerz-Geplagten, Priv.-Doz. Dr. med. Judith Harrer-Haag arbeitet als Fachärztin für Neurologie am Medizinischen Versorgungszentrum an der Caritasklinik.

 

Das Medizinische Versorgungszentrum an der Caritasklinik St. Theresia hat Verstärkung bekommen: Seit Februar arbeitet Priv.-Doz. Dr. med. Judith Harrer-Haag im MVZ als Fachärztin für Neurologie.

 

Die 37-jährige Wahlsaarländerin lebt mit ihrem Mann und den beiden Kindern in Bübingen. „Ich wollte schon immer Ärztin werden“, berichtet sie. „Die Entscheidung für den Fachbereich Neurologie fiel während meines Praktischen Jahres. Es hat mich fasziniert, wie man allein mit der klinischen Untersuchung von Symptomen zu einer Diagnose kommt und dass man aufgrund einer Symptomkonstellation sagen kann, wo im Gehirn der Läsionsort (Ort der Schädigung, Verletzung oder Störung) liegt.“

 

Nach dem Abschluss ihres Studiums absolvierte sie ihre Facharztausbildung zur Neurologin am Universitätsklinikum Aachen und war dort zuletzt als Funktionsoberärztin beschäftigt. In der Zeit von 2003 bis 2008 war sie weiterhin Leiterin des Doppler-Labors (Ultraschalllabor), Aachen. Seit 2007 ist sie eine von nur 56 Kursleiter/innen für neurologische Ultraschalldiagnostik in Deutschland. 2007 erlangte Frau Dr. Harrer-Haag in Aachen ihre Habilitation zum Thema Ultraschalldiagnostik von Gehirntumoren.

 

In der täglichen Arbeit hat Frau Dr. Harrer-Haag sich auf zerebrovaskuläre Erkrankungen spezialisiert, dazu gehören Schlaganfälle, komplizierte Gefäßerkrankungen der hirnversorgenden Gefäße; sowie die Behandlung von Migräne, Cluster-Kopfschmerzen und sonstigen Kopf- und Gesichtsschmerzen. Im Medizinischen Versorgungszentrum bietet sie unter anderem Vorsorgeuntersuchungen zu Schlaganfall- und Demenzrisiko an. Weitere Schwerpunkte ihrer Tätigkeit liegen in den Bereichen Epilepsie, Bewegungsstörungen (wie die Parkinson-Erkrankung, der Tremor oder das Restless-Legs-Syndrom) und der Abklärung peripherer Nervenerkrankungen und Nervenwurzelläsionen. Zu diesen Krankheitsbildern gehören das Karpaltunnelsyndrom, die Polyneuropathie sowie der Bandscheibenvorfall. Auch Patienten, die unter Schlafstörungen und Schwindel leiden, sind bei Frau Dr. Harrer-Haag an der richtigen Adresse. „Ich habe lange Zeit auf der neurologischen Intensivstation und in der Stroke Unit gearbeitet und war auch ein Jahr im Elektrophysiologischen Labor eingesetzt. Während meiner Zeit in der Neurologischen Ambulanz (Poliklinik) habe ich hauptsächlich Patienten mit Kopfschmerzen, Schwindel, Nervenläsionen sowie Patienten mit Bewegungsstörungen, wie der Parkinson Erkrankung, behandelt.“

 

Die gebürtige Rheinländerin kennt das Saarland aus ihrer Studienzeit. „Durch die Zentrale Vergabestelle von Studienplätzen habe ich damals einen Studienplatz in Homburg bekommen. In Homburg habe ich auch meinen Mann kennen gelernt“, berichtet Frau Dr. Harrer-Haag. „Er war damals bei der Rettungswache als Zivildienstleistender beschäftigt und ich bin ehrenamtlich bei Einsätzen des Rettungsdienstes mitgefahren“.

 

Neben ihrem Beruflichen Engagement ist Priv.-Doz. Dr. Judith Harrer-Haag schon seit Jahren für die internationale medizinische Fachzeitschrift „Neurology“ als Beraterin tätig und wurde sogar im Januar 2010 in den Herausgeberbeirat berufen. Weiterhin arbeitet sie für den Thieme-Verlag als Übersetzerin von medizinischen Fachpublikationen.

 

 

„Da mein Mann die Geschäftsführung des Familienunternehmens in St. Ingbert übernommen hat, sind wir 2008 vor der Geburt unserer Tochter ins Saarland zurückgekehrt“. Während ihrer Elternzeit hat sie ausschließlich wissenschaftlich gearbeitet. „Wissenschaft ist mein Hobby. Ich habe sehr viel Energie und bin sehr ehrgeizig. Meinen Ausgleich finde ich im Sport. Wenn ich es schaffe, gehe ich regelmäßig zur Aerobic und zum Joggen. Meine freien Abende verbringe ich gemeinsam mit meiner Familie.“

 

„Ihre Ziele erläutert Priv.-Doz. Dr. Judith Harrer-Haag folgendermaßen: „Ich möchte wissenschaftlich weiterarbeiten und strebe die apl. Professur (Außerplanmäßige Professur ist eine Professur ohne Lehrstuhl an einer Universität) an“, erläutert sie im Gespräch. Mehrmals im Semester hält sie Ihre Vorlesungen an der Universität Aachen. „Ich habe mich für das Medizinische Versorgungszentrum entschieden, weil es mir einen großen Spielraum bietet. So kann ich meinen Beruf in Teilzeit ausüben und habe auch noch Zeit für die Wissenschaft, meine Familie und unsere Freunde. Die Nähe zur Caritasklinik St. Theresia ermöglicht mir einen schnellen und effizienten Austausch mit dem stationären Bereich. Ich freue mich über mein neues Tätigkeitsfeld im MVZ und auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Kollegen“.